Weltweite Woche der DOULA 22.-28.03.2016

25.3.2016

Mein erstes Mal

 

Diesen ersten "Ruf nach Draußen" widme ich allen Doulas dieser Welt und kann es kaum fassen, dass eine ganze Woche für uns Doulas und zu unseren Ehren abgehalten wird.

 

Viele von Euch wissen bereits was eine Doula ist, aber die wenigsten von Euch wissen vielleicht, wie ich zur Beruf(ung) als Doula kam.

 

Vor zwei Jahren machte ich ein Praktikum in einer lokalen Klink um meinen Abschluss als Geburtsvorbereiterin zu erlangen. Das Hebammenteam der Klink nahm mich unendlich freundlich auf, betrachtete mich nie als Konkurrenzund war sehr interessiert an meinen Ideen und meinen Erfahrungen.

 

Es sollte ganze drei Tage dauern, bis ich der ersten Geburt beiwohnen durfte und diese erste Geburt war der sprichwörtiche "Sprung ins kalte Wasser".

 

Aus Gründen der Schweigepflicht darf ich nicht ins Details gehen, nur so viel sei erwähnt: Eine Mama mit akutem HeLLP Syndrom stellte sich in der Klinik vor. Anhand der schnellen Bluttestergebnisse war klar, dass ein Notfall Kaiserschnitt durchgeführt werden muss.

 

Wer Arztserien liebt, kann sich das Gewusel vorstellen, das auf einmal ausbrauch und mitten drin die Mama, das ungeborene Baby und ich. Ich nahm die Hand dieser Mutter und lies sie nicht mehr los.

 

Fragt mich nicht, was ich ihr alles erzählt und wie oft ich ihr versichert habe, dass alles gut sein wird - ich war mit ihr gemeinsam in "birth land" und mein neo cortex komplett ausgeschaltet.

 

Der Vater des Kindes war auf dem Weg, aber eben noch nicht da, als wir in den OP fuhren und der Kaiserschnitt begann.

 

Neben dem Kopf der Mutter sitzend sang und sprach ich, streichelte ihren Arm und hielt sie über alle Schritte im OP auf dem Laufenden. Wenn es piepste, erklärte ich warum. Wenn es ruckelte, beruhigte ich sie und als das kleine Baby geboren wurde, freute ich mich mit der Mama über dieses kleine Menschnkind. Während das Baby beim Kinderarzt war, sahen meine Augen und hörten meine Ohren für die Mama bis ihre Wunde versorgt war und sie auf die Station zurück verlegt werden konnte.

 

Ich holte den Papa am Eingang ab, brachte ihn auf den aktuellen Stand und führte ihn zu seinem Baby und seiner tapferen Frau.

 

Im Film würden meine Erinnerungen in Slow motion ablaufen - denn, die Stunden der Geburtsbegleitung fühlten sich wie ein Akt der Medidation an.

 

Noch lange nach der Geburt war mein Körper vollgepumpt mit Adrenalin, aber auch dem Liebeshormon Oxytocin: Für diese Frau und ihr Baby und die Gnade und Ehre, dass ich Ihre liebevolle Geburtsbegleiterin, ihre Doula sein durfte.

 

Nach dieser Geburt und drei weiteren, waren es die Oberärztin und eine Hebamme mit der ich in den folgenden  Tagen zwei Geburten begleiten durfte, die mir den "final push" gaben indem sie lobten, dass ich eine großartige Doula bin und die Qualität der Geburten für alle Beteiligten positiv beeinflußt habe.

 

Ich, Sylvia Fischer eine Doula?

 

Wow - das war im ersten Moment wirklich viel der Ehre - denn für mich ist eine Doula eine weise große Frau, die andere Frauen bei der Geburt begleitet, ihren Geburts(t)raum schützt und sich ganz und gar dem Wunder der Geburt, den Wünschen der Frau und ihrem Baby hingibt. Da wurde auch mir klar, dass ich es habe, dieses "Doula-Gen":

 

Ja, es stimmt - Ich bin eine Doula.

 

Denn genau das ist es - genau dafür setze ich mich ein- genau das ist es was mein Herz begehrt.

 

In diesem Sinne - Happy DOULA week für Euch Alle!

 

Eure Sylvia Fischer 

 

 

 

 

 

 

 

 

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